STRAPS UND BANDS Textilien aus der Sammlung Foitl 19. November 2008 bis 2. März 2009 Museum für Völkerkunde |
Fasziniert von den optischen Qualitäten textiler Erzeugnisse und dem haptischen Erlebnis bei ihrer Berührung begann der Grazer Psychiater und Nervenarzt Dr. Gerhard Foitl Ende der 70er Jahre mit dem Sammeln kunstvoll geknüpfter Bänder, darunter Tierschmuck und Lastbänder aus dem Mittleren Orient mit Menschen- und Tierdarstellungen, Jurtenbänder aus Turkmenistan, ein seidener Prunkgürtel aus dem Persien der Safawidenzeit, ein gewebtes Pilgermitbringsel aus Grabeskirche in Jerusalem, Raffia-Textilien der Bakuba aus Zaire, präkolumbische Bänder aus dem Andenhochland, Schmuckbänder aus Südostasien, Perlenstickereien aus Gujarat (Indien) und Frauengürtel aus Südmarokko. Heute umfasst die Sammlung Gerhard Foitl 737 Objekte, die hinsichtlich Material, Färbung und textiler Technik hervorragend analysiert und dokumentiert sind. Diese außergewöhnliche Privatsammlung soll nach der Ausstellung in den Bestand des Museums für Völkerkunde übergehen. Die Ausstellung gibt einen stichwortartigen Überblick über die Sammlung und ihre große Vielfalt und zeichnet so das Portrait einer 30jährigen leidenschaftlichen Sammeltätigkeit voller Liebe zur Textilkunst. Neben den Bändern zeigt die Schau auch die originalen Sammlungskarteien des Sammlers wie auch jene Hilfsmittel, die Gerhard Foitl für die Untersuchung von Flachgewebestrukturen oder für seine Materialund Farbanalysen verwendet hat. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Kurator: Dr. Axel Steinmann Downloads Pressetext(PDF, ca. 150 kB) Objektauswahl
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